Schrottpresse

Von Schrott spricht man immer dann, wenn Produkte, die aus metallischen Materialien wie Stahl oder Guß bestehen, das Ende ihrer Lebenszeit erreicht haben. Dieser Abfall landet dann in der Regel nicht auf Müllhalden, um dort zu verrotten, sondern wird dem Kreislauf meist wieder zugeführt. Und dies schon seit Tausenden von Jahren. Der Stahl, der hier in Deutschland produziert wird, besteht beispielsweise zur Hälfte aus Schrott.

Der Schrott wird seit Urzeiten gesammelt, um ihn dann meistbietend an die Schrottverwerter zu veräussern. Dort angekommen, wird er zuerst auf Sortenreinheit überprüft und danach der Schrottpresse zugeführt, um ihn dort mechanisch zu verdichten. Dabei handelt es sich um große Maschinen, die überwiegend hydraulisch bewegt werden, um den Schrott in möglichst kleine und handliche Pakete zusammen zu stauchen. Schrottpressen gibt es am Markt für alle erdenklichen Güter und Größen zu erwerben. Von der Dosenschrottpresse bis hin zur Großanlage, in der Fahrzeuge bis zur Größe eines ausgewachsenen Lastkraftwagens zu kleinen Ballen gepresst werden können. Im Gegensatz zu früher werden heutzutage die Fahrzeuge allerdings nur dann verpresst, wenn sie zuvor von den meisten Plastikteilen befreit wurden. Dies ist zwar eine mühvolle Aufgabe, aber je sortenreiner der Schrott, desto höher der zu erzielende Preis am Markt, da reiner Schrott zu einer besseren Qualität des neu zu produzierenden Stahls führt, als wenn er durch Plastik etc. verunreinigt ist.

Die Schrottpressen aus der heutigen Produktion können je nach Größe einen Druck von bis zu 25 MN aufbauen. Unter diesem Druck wird auch der größte Wagen klein. Und klein und quaderförmig ist der Wunsch jedes Schrotthändlers, damit man den Schrott auch möglichst platzsparend weitertransportieren kann. Bei den neueren Schrottpressen kann man sowohl die Presskraft, als auch die jeweils geforderte Paketlänge jederzeit flexibel anpassen. Und dank integrierter Wägeeinrichtungen ist auch ein konstantes Gewicht bei gleichbleibender Länge möglich. Mittlerweile hat die EDV auch bei den Schrottpressen Einzug gehalten, alle größeren Anlagen sind computerunterstützt und bieten so gleichzeitig eine optimale elektronische Überwachung der Anlage hinsichtlich Verschleißerscheinungen an.

Alternativ zur Schrottpresse gibt es auch noch den Shredder, eine Anlage, in der die zu verschrottenden Teile in möglichst kleine Metallteile zerrissen werden. Typischerweise hat ein Schrottpressenhersteller auch Schrottscheren, Shredder, Spänebrecher, Metallzerkleinerer, Anodenbrecher, Doppelschneckenpressen, Schrottpaketierpressen, NE-Metallschneider, Sortieranlagen, Sperrgutscheren und vieles mehr in seinem Angebot.

Neben den stationären Anlagen gibt es bei Bedarf auch mobile Schrottpressen, um beispielsweise Stahlgerüste gleich an Ort und Stelle nach einem Abbruch verpressen zu können. Je nach Hersteller können diese Anlagen bis zu 15 Tonnen Schrott pro Tag verarbeiten, beziehungsweise pressen. Angetrieben werden diese Anlagen meist von drehmomentstarken Dieselmotoren, damit die Hochdruck-Pumpen auch einen ordentlichen Anpressdruck erzeugen können. Je nach Größe und Kundenwunsch gibt es die mobilen Schrottpressen entweder schon fertig montiert auf mobilen Anhängern oder aber montiert auf Sattelaufliegern.

Neben dem Einsatz auf Schrottplätzen eignen sich diese Schrottpressen auch für die Verarbeitung von Schrott in Betrieben, die Aluminium verarbeiten, aber auch in Stahlwerken, Umschmelzwerken oder Gießereien kann man sie tagtäglich bei ihrer Arbeit bewundern. Zum Schneiden von Schrott, der länger als 20 Meter ist benötigt man zuerst eine Schrottschere, die je nach Hersteller bis zu 1500 t auf einmal verarbeiten können, sodaß auch dieser Abfall der Schrottverwertung, beziehungsweise dem Schrott Recycling zugeführt werden kann.

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